{"id":3689,"date":"2026-05-21T19:17:48","date_gmt":"2026-05-21T17:17:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/?post_type=methode&#038;p=3689"},"modified":"2026-05-21T19:17:48","modified_gmt":"2026-05-21T17:17:48","slug":"arthrose-der-fingergelenke","status":"publish","type":"methode","link":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/methode\/arthrose-der-fingergelenke\/","title":{"rendered":"Arthrose der Fingergelenke"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"form":[],"class_list":["post-3689","methode","type-methode","status-publish","format-standard","hentry","description-off"],"acf":{"subline_erklarende_zweituberschrift":"","langfasung":"<h3>Definition:<\/h3>\r\nDie Arthrose der Fingergelenke ist eine chronisch-degenerative Erkrankung der kleinen Gelenke der Hand, bei der es zu einem fortschreitenden Abbau des Gelenkknorpels kommt. Dieser Knorpel dient normalerweise als Gleitfl\u00e4che zwischen den Knochen und erm\u00f6glicht eine schmerzfreie und harmonische durch die B\u00e4nder gef\u00fchrte freie Bewegung. Im Verlauf der Erkrankung wird der Knorpel zunehmend d\u00fcnner oder verschwindet vollst\u00e4ndig, wodurch Knochen auf Knochen reiben. Dies f\u00fchrt zu Schmerzen, Entz\u00fcndungen, Bewegungseinschr\u00e4nkungen und typischen kn\u00f6chernen Ver\u00e4nderungen.\r\nMan unterscheidet vor allem die Arthrose der Endgelenke (Heberden-Arthrose), der Mittelgelenke (Bouchard-Arthrose) sowie die Arthrose der Fingergrundgelenke. Die Arthrose kann einzelne oder mehrere Gelenke gleichzeitig betreffen.\r\n<h3>\u00dcberblick:<\/h3>\r\nDie Fingergelenksarthrose geh\u00f6rt zu den h\u00e4ufigsten Formen der Arthrose und tritt besonders h\u00e4ufig bei Frauen nach den Wechseljahren auf. Neben hormonellen Einfl\u00fcssen spielen genetische Faktoren, mechanische Belastung und altersbedingte Ver\u00e4nderungen oder auch eine stattgehabte Verletzung eine wichtige Rolle.\r\nDie Erkrankung entwickelt sich meist langsam \u00fcber Jahre hinweg. Anfangs stehen funktionelle Beschwerden im Vordergrund, sp\u00e4ter auch strukturell sichtbare Ver\u00e4nderungen. H\u00e4ufig sind mehrere Gelenke gleichzeitig betroffen.\r\nRisikofaktoren sind das Alter, weibliches Geschlecht, genetische Faktoren, m\u00f6glicherweise berufliche oder repetitive Belastung der H\u00e4nde sowie fr\u00fchere Verletzungen.\r\n<h3>Symptome:<\/h3>\r\nDie Symptome der Fingergelenksarthrose entwickeln sich schleichend und k\u00f6nnen unterschiedlich stark ausgepr\u00e4gt sein. Manchmal kommen Sie schubartig und k\u00f6nnen wetterabh\u00e4ngig sein.\r\nTypische Beschwerden sind der mechanische Belastungsschmerzen, im sp\u00e4teren Stadium auch der Ruheschmerz, die Gelenksteifigkeit - besonders morgens oder nach l\u00e4ngerer Ruhe, die Schwellung sowie eine eventuelle Kn\u00f6tchenbildung um die betroffenen Gelenke, der Kraftverlust und im fortgeschrittenen Stadium die Deformation.\r\n<h3>Diagnose:<\/h3>\r\nRisikofaktoren auch rheumatologischer Erkrankungen sollten zumindest anamnestisch abgekl\u00e4rt werden. Die oben beschriebenen Symptome werden anamnestisch und in der klinischen Untersuchung gesucht und zeigen typischerweise ein schmerzhaftes Bewegungsdefizit des betroffenen Gelenkes. Ein R\u00f6ntgenbild in zwei Ebenen, welches auf das schmerzhafte Gelenk bzw. die Hand zentriert zeigt im Fall einer Arthrose die typischen Ver\u00e4nderungen wie Gelenkspaltverschm\u00e4lerung, Sklerosierungen und Osteophyten.\r\nDifferentialdiagnosen:\r\nRheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Gicht, Infekti\u00f6se Arthritis, Sehnenscheidenentz\u00fcndung, Fremdk\u00f6rper.\r\n<h3>Therapie:<\/h3>\r\nDie Behandlung der Fingergelenksarthrose zielt darauf ab Schmerzen zu lindern, die Funktion zu erhalten und wenn m\u00f6glich das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.\r\nZu Beginn der Arthrose steht die konservative Therapie im Vordergrund. Gibt es eine zugrundeliegende Grunderkrankung aus dem rheumatologischen Formenkreis kann diese ev. nicht nur symptomatisch, sondern kausal behandelt werden. Zu der klassischen konservativen symptomatischen Therapie geh\u00f6ren Schmerzmittel wie Paracetamol oder entz\u00fcndungshemmende Medikamente, hand- oder ergotherapeutische Massnahmen wie W\u00e4rmeanwendungen (z. B. Paraffinb\u00e4der) und Bewegungs\u00fcbungen, sowie ergotherapeutische Hilfsmittel um Alltagsaktivit\u00e4ten zu erleichtern. Die Ern\u00e4hrung hat einen gewissen Einfluss auf entz\u00fcndliche Prozesse im menschlichen K\u00f6rper und kann durch eine Ern\u00e4hrungsumstellung ebenfalls einen positiven Einfluss auf Gelenkschmerzen haben.\r\nJe nach Auspr\u00e4gung ist m\u00f6glicherweise die Kortisoninjektion bei entz\u00fcndlichen Sch\u00fcben besonders bei rheumatologischen Grunderkrankungen indiziert.\r\nDie Operation ist angezeigt, wenn konservative und eher einfache Massnahmen nicht ausreichend helfen und die Lebensqualit\u00e4t durch die symptomatische Arthrose eingeschr\u00e4nkt ist. Der Operationszeitpunkt wird daher durch den Patienten festgelegt. F\u00fcr die Finger- und Handfunktion die Beweglichkeit der Mittel- und Grundgelenke wesentlich wichtiger ist als die Beweglichkeit der Endgelenke, weswegen andere Therapiekonzepte zum Einsatz kommen.\r\nDie Arthrodese (Gelenkversteifung) ist die Standarttherapie der Endgelenke. Selten ist diese Versorgung bei sehr stark deformierten Mittelgelenken n\u00f6tig. Die Endoprothese (Gelenkersatz) entweder mittels Silikonplatzhalter oder durch eine echte Prothese, welche in den Knochen einwachsen muss (z.B. CapFlex Prothese) kommt bei den Langfingermittelgelenken und der Silikonplatzhalter bei den Grundgelenken zum Einsatz. Die m\u00f6glichst schmerzarme und m\u00f6glichst freie Gelenkbeweglichkeit ist das Ziel.\r\nNachbehandlung:\r\nDie Nachbehandlung ist ein zentraler Bestandteil des Therapieerfolgs. Die fr\u00fchfunktionelle Mobilisation begleitet von Lagerungsschienen, welche durch die Ergotherapie begleitet wird, ist der Standard nach stattgehabter prothetischer Versorgung. Der Kraftaufbau erfolgt je nach Implantat oft nach 2-3 Monaten. Die Arthrodese (Gelenkversteifung) wird f\u00fcr ca. 6 Wochen ruhiggestellt, um die kn\u00f6cherne Durchbauung der Knochenkontaktfl\u00e4chen zu erm\u00f6glichen. Das post-operative Schmerzmanagement sowie eine m\u00f6gliche n\u00f6tige Anpassung von Alltagsaktivit\u00e4ten sind weitere Pfeiler der Therapie.\r\nDie qualitativ hochwertige Nachbehandlung ist ein entscheidender Faktor f\u00fcr das Endresultat.\r\n<h3>Prognose:<\/h3>\r\nDie Fingergelenksarthrose ist eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist, jedoch in ihrem Verlauf g\u00fcnstig beeinflusst werden kann. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich.\r\nViele Patienten k\u00f6nnen mit geeigneter Therapie \u00fcber lange Zeit eine gute Lebensqualit\u00e4t erhalten. In manchen F\u00e4llen kommt es zu einer Stabilisierung der Beschwerden. Mit zunehmender Einsteifung gehen die Bewegungsschmerzen manchmal zur\u00fcck. Operative Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen insbesondere bei fortgeschrittenen Stadien eine deutliche Verbesserung der Funktion und Schmerzreduktion bewirken.\r\nIn ca. 80% der F\u00e4lle sind die Patienten mit der operativen Versorgung zufrieden oder sehr zufrieden.\r\nDie Silkonprothese oder Platzhalter hat oft gute Ergebnisse, was die schmerzarme Beweglichkeit betrifft. Die CapFlex Prothese zeichnet sich durch eine etwas bessere Stabilit\u00e4t aus. Generell wird die Operationsindikation nicht zur Verbesserung der Beweglichkeit, sondern zur Behandlung der Schmerzen gestellt. Der Bewegungsradius eines prothetisch versorgten Fingergelenkes ist im Mittel ca. 50-60\u00b0.","uberschrift_kurzfassung":"Kurzfassung","kurzfassung":"","behandlungsart":"","dauer":"","anasthesie":"","aufenthalt":"","ruhigstellung":"","nachbehandlung":"","arbeitsfahigkeit":"","sport__belastung":"","heilungsdauer":"","prognose":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode\/3689","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/methode"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode\/3689\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3691,"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode\/3689\/revisions\/3691"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3689"}],"wp:term":[{"taxonomy":"form","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/form?post=3689"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}