{"id":3657,"date":"2026-05-21T19:02:17","date_gmt":"2026-05-21T17:02:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/?p=3657"},"modified":"2026-05-21T19:02:17","modified_gmt":"2026-05-21T17:02:17","slug":"ganglion","status":"publish","type":"methode","link":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/methode\/ganglion\/","title":{"rendered":"Ganglion"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"form":[],"class_list":["post-3657","methode","type-methode","status-publish","format-standard","hentry","description-off"],"acf":{"subline_erklarende_zweituberschrift":"","langfasung":"<h3>Definition<\/h3>\r\nDie h\u00e4ufigste Raumforderung der Hand. Es ist ein mit \u00abFl\u00fcssigkeit gef\u00fcllter Sack\u00bb, welcher von Gelenken oder Sehnenscheiden ausgeht. Diese Raumforderung ist aussen durch eine Membran begrenzt und mit einer gallertartigen Fl\u00fcssigkeit gef\u00fcllt, welche durch die Gelenkkapsel oder Sehnenscheide gebildet wird.\r\n<h3>\u00dcberblick<\/h3>\r\nDie Gelenke und Beugesehnenscheiden sind durch eine Membran ausgekleidet, welche Gleitfl\u00fcssigkeit produziert. Diese Membran kann eine Ausst\u00fclpung bilden, welche immer noch mit dem Gelenk oder der Sehnenscheide in Verbindung steht. Das Volumen dieser mit gallertartiger Fl\u00fcssigkeit gef\u00fcllten Aussackung kann sich ver\u00e4ndern. Die Entstehungsursache sind z.B. Arthrose, \u00dcberlastung oder rheumatische Erkrankungen \u2013 seltener auch ein Unfallereignis. H\u00e4ufige Entstehungsorte sind das Handgelenk, die Fingerendgelenke und die Beugesehnenscheide.\r\n<h3>Symptome<\/h3>\r\nDiese reichen von symptomlos \u00fcber kosmetisch st\u00f6rend bis zu bewegungsabh\u00e4ngigen Schmerzen. Es besteht keine Korrelation zwischen der Gr\u00f6sse des Ganglions und den empfundenen Schmerzen. So k\u00f6nnen z.B. auch nicht tastbare Ganglien sehr schmerzhaft sein. Ein Ganglion, welches vom Fingerendgelenk ausgeht und den Nagel komprimiert, kann zum Fehlwachstum des Nagels f\u00fchren.\r\n<h3>Diagnose<\/h3>\r\nDie Anamnese und klinische Untersuchung sind oft typisch. Sehr kleine \u00abokkulte\u00bb Ganglien sind eventuell von aussen nicht tastbar. Je nach Ort und Auspr\u00e4gung wird die klinische Untersuchung durch das konventionelle R\u00f6ntgen, die Sonographie oder die MRT erg\u00e4nzt.\r\n<h3>Differentialdiagnosen<\/h3>\r\nSehnenentz\u00fcndung, Arthrose, rheumatische Erkrankungen, seltenere andere Raumforderungen der Hand.\r\n<h3>Therapie<\/h3>\r\nEin Ganglion ist harmlos und der pure Nachweis ist nicht therapiebed\u00fcrftig. Ist das Ganglion st\u00f6rend, gibt es mehrere Therapiekonzepte: am wenigsten invasiv ist die Punktion des Ganglions und die Kortison Infiltration, sie wird besonders bei Handgelenksganglien angewandt: Ein Teil der Fl\u00fcssigkeit wird abgesaugt und Kortison eingespritzt. Operativ endoskopisch kann das Handgelenksganglion ebenfalls entfernt werden: 2-4 kleine Hautschnitte werden auf der R\u00fcckseite des Handgelenkes gesetzt und die Handgelenkskapsel auf der R\u00fcckseite unter endoskopischer Kontrolle entfernt. Diese Technik hat besonders bei okkulten oder nicht tastbaren Ganglien Vorteile.\r\n\r\nEine weitere Option ist die offen chirurgische Entfernung des Ganglions: mit einem l\u00e4ngeren Hautschnitt wird das Ganglion im Unterhautfettgewebe dargestellt, der Stiel \u2013 also die Verbindung zum Gelenk oder der Sehnenscheide \u2013 freipr\u00e4pariert und in G\u00e4nze entfernt. Handelt es sich um ein Gelenkganglion eines diskret arthrotischen Gelenkes, wird oft ein Knochensporns (Osteophyt) in Ganglionn\u00e4he ebenfalls entfernt, um das Rezidivrisiko zu senken. Ist die Arthrose eines Fingerendgelenkes fortgeschritten, wird vor der Operation optional die chirurgische Gelenkversteifung diskutiert.\r\n<h3>Nachbehandlung<\/h3>\r\nNach der Operation wird bei Handgelenksganglien das Handgelenk einige Tage ruhiggestellt \u2013 Sehnenscheidenganglien nicht. Anschliessend d\u00fcrfen Sie die Hand frei bewegen. Die k\u00f6rperlich schwere Arbeit mit der Hand ist je nach Arbeit bei Handgelenksganglien ab 4\u20136 Wochen nach der Operation wieder m\u00f6glich. Die ergotherapeutische Nachbehandlung ist besonders bei Handgelenksganglion sinnvoll.\r\n<h3>Prognose<\/h3>\r\nEs handelt sich um eine gutartige Raumforderung. Die Infiltration und Kortison Einspritzung f\u00fchrt bei ca. der H\u00e4lfte der Patienten zu einem guten Ergebnis. Die Erfolgschancen bessern sich weiter bei einer eventuell notwendigen zweiten Infiltration. Das Rezidivrisiko liegt dann nur noch bei ca. 20%. Die Operation ist als invasive Therapie in der Nachsorge aufwendiger, hat aber nur ein Rezidivrisiko von 5%. Oft wird initial zur Injektion geraten, um die Operation zu vermeiden.\r\n\r\nBei einem Ganglion, welches von einem Gelenk ausgeht, muss die Verbindung zur Gelenkkapsel mit ausgeschnitten werden, um das Rezidivrisiko zu verringern. Die Gelenkkapsel heilt unter Bildung einer Narbe ab. Damit diese so wenig wie m\u00f6glich die Bewegung einschr\u00e4nkt, wird die Ergotherapie zur Bewegungs\u00fcbung standardm\u00e4ssig nach der Operation durchgef\u00fchrt. Trotz dieser Massnahme verschlechtert sich die Bewegung manchmal geringf\u00fcgig. Wird ein Gelenkganglion eines leicht verschlissenen Gelenkes entfernt, k\u00f6nnen die Gelenkschmerzen nach der Operation etwas st\u00e4rker werden. Im Allgemeinen handelt es sich um eine Standardoperation mit guten Ergebnissen aber einer manchmal langwierigen ergotherapeutischen Nachsorge zur Verbesserung der Beweglichkeit.\r\n\r\n&nbsp;","uberschrift_kurzfassung":"Kurzfassung","kurzfassung":"","behandlungsart":"","dauer":"","anasthesie":"","aufenthalt":"","ruhigstellung":"","nachbehandlung":"","arbeitsfahigkeit":"","sport__belastung":"","heilungsdauer":"","prognose":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode\/3657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/methode"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode\/3657\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3673,"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/methode\/3657\/revisions\/3673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"form","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manus-fribourg.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/form?post=3657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}